Geschichte:

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Der 1996 gegründete VDSt Hannover entstand aus dem Zusammenschluß des früheren VDSt Hannover-Danzig (an der Technischen Hochschule Hannover)und des früheren VDSt an der Tierärztlichen Hochschule Hannover (VDSt Hannover II).

 

Der erste Bund mit dem Namen VDSt Hannover wurde am 30. Oktober 1895 an der im Jahre 1831 als Polytechnikum gestifteten Technischen Hochschule Hannover gegründet. Nur eine Woche nach Gründung der Danziger Technischen Hochschule entstand unter Mitwirkung hannoverscher Bundesbrüder der VDSt Danzig am 12. Oktober 1904.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg betätigten sich Bundesbrüder in erheblichem Umfang in der neu entstandenen studentischen Selbstverwaltung, ohne daß der Bund selbst vorher schon wieder aktiv wurde. So lag die Organisation der Tagung der Kultusminister, Hochschulreferenten und Vorsitzenden der Rektorenkonferenzen der einzelnen Zonen vom 10. –12. Oktober 1947 in Händen von Mitgliedern des noch suspendierten Bundes.

 

Am 9. Dezember 1949 wurde die „Weltoffene Vereinigung Deutscher Studenten (W.V.D.St.) Orbis“ ins Leben gerufen. Die Verbindung strebte eine Fortführung folgender Grundideen des VVDSt an: Ein klares Bekenntnis zum eigenen Vaterland, Aufgeschlossenheit gegenüber sozialen und politischen Zeitfragen und eine bewußte Bindung an die ethischen Grundlagen der abendländischen Kultur; darüber hinaus verlangte sie von ihren Mitgliedern eine weltoffene Haltung, die Achtung vor dem Wesen anderer Völker und bedingungslose Wahrhaftigkeit gegenüber der eigenen Geschichte.

 

Schon sehr bald schlossen sich zahlreiche Alte Herren des VDSt der Verbindung zunächst als passive Mitglieder an, aus deren Kreis sich später (Januar 1951) der Altherrenbund Hannover I neu konstituierte.

 

Um dem zwischenzeitlich verwaisten Danziger Bund auch eine Heimat zu geben, fand auf Wunsch des Altherrenbundes Danzig eine Angliederung an den VDSt Hannover I statt, der dann die Namensänderung in VDSt Hannover-Danzig folgte. Der Vorsitzende des AH-Bundes, Ehrensenator Dr. jur. Gustav Oelert, bekleidete von 1951 bis 1956 das Amt des Verbandsvorsitzenden und war bis zu seinem Tod Ehrenvorsitzender des VVDSt (KV).

 

Nach großen materiellen Opfern der Alten Herren konnte der Bund im SS 1955 ein Heim im vierten Stockwerk des Grundstücks Lange Laube 22 beziehen, auf dem vor dem Krieg unter der Nr. 13 das Haus des VDSt Hannover  stand. Damit war die Grundlage für eine erfolgreiche Korporationsarbeit geschaffen.

 

Geistige Grundlage für den VDSt Hannover II war es, dem „inhaltsarmen Korporationsgeist“ zu entsagen und die wissenschaftliche Arbeit und Aufgeschlossenheit gegenüber den Problemen des öffentlichen Lebens in den Vordergrund zu stellen. Dies führte zur Gründung des veterinär-wissenschaftlichen Vereins Unitas. W. Ebner und sieben weitere Gründungsmitglieder wollten vor allem durch Vorträge und Repetitorien die Mitglieder auf Prüfungen vorbereiten. Das Farbentragen war im Bund von Anfang an streng verpönt. Die studentische Geselligkeit wurde aber intensiv gepflegt. Der wissenschaftliche Charakter wurde streng gewahrt: Wer zweimal das Physikum nicht bestand, wurde i.p. dimittiert.

 

Im Jahre 1900 machte sich im Bund der Wunsch bemerkbar, Couleur zu tragen. Zwei Jahre später traten 24 Mitglieder aus und gründeten eine Burschenschaft. Elf Aktive und die meisten Alten Herren blieben den Prinzipien der Unitas treu. Sie waren sich einig, daß Anschluß an einen großen nationalen Korporationsverband gefunden werden müsse. 1903 erfolgte als VDSt Hannover II auf der VT die Aufnahme in den Verband, zunächst probeweise für zwei Semester. Die endgültige Aufnahme erfolgte 1907. Dieser Anschluß war bahnbrechend für den Bund und seine hervorragende Stellung an der Tierärztlichen Hochschule und für die allgemeine Anerkennung des tierärztlichen Standes.

 

Während des gesamten Krieges war das Bundesleben nie völlig zum Erliegen gekommen. So fanden sich schon 1946  wieder Bundesbrüder in Hannover zusammen, um den alten Bund wieder zu beleben. Im September 1947 erfolgte die Zulassung als „Verein tierärztlicher Studenten“. Im Wintersemester 1947/48 waren bereits wieder zehn Burschen und sechs Füxe aktiv. Wiederum litt das Bundesleben darunter, daß Kneipen und Vorträge in Hinterzimmern von Gasthäusern abgehalten werden mußten.

 

Am 14. Januar 1952 genehmigte der Senat der Tierärztlichen Hochschule die Namensänderung in „Verein Deutscher Studenten“.  Da Geld für die Finanzierung eines neuen Hauses fehlte, trat der  Heimverein das Grundstück an einen Baumeister ab. Als Gegenleistung stellte dieser ein 124 qm großes Erdgeschoß in dem neu errichteten, dreigeschossigen Wohnhaus mietfrei für sieben Jahre zur Verfügung. Die Einweihung erfolgte am Tage des 73. Stiftungsfestes 1954 durch den langjährigen Vorsitzenden des AH-Bundes, Bbr. Heinrich Heineccius.

 

Aufgrund der langjährigen Bemühungen des damaligen Vorsitzenden des AH-Bundes, Bbr. Johann Elsner, gelang es im Oktober 1962 in das Haus Fichtestraße 40/42 in Hannover – Kleefeld zu ziehen. Qualifizierte und engagierte Keilarbeit war in beiden Bünden, dem früheren VDSt Hannover-Danzig und dem VDSt Hannover II erforderlich, um aus der geringen Zahl der potentiellen Keilgäste der hannoverschen Hochschulen Mitglieder für den VDSt zu werben. Mit dem Zusammenschluß beider Vereine und der daraus resultierenden Bündelung der Kräfte an einem Standort in Hannover steht der VDSt Hannover heute auf der Grundlage der Traditionen beider früherer Bünde gefestigt da.

 

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